

Der unterhalb der sehenswerten maurischen Burg gelegene Ortskern ist noch
typisch für das alte Andalusien. Die Altstadt zeichnet sich durch für
Andalusien typische schmale Gassen und alte Fischerhäuser aus. Die moderne
Neustadt unterhalb des Felsens beherbergt zahlreiche Kneipen und Restaurants und
den schattigen Parque de la Fuente.
Salobreña war früher umgeben von weiten Zuckerrohrfeldern. Diese wurden und
werden durch zahlreiche neue Hotels und Wohnkomplexe ersetzt, ein Golfplatz soll
noch entstehen. In dem Dorf La Caleta, das in Salobreñas Nachbarschaft direkt
am Meer liegt, befindet sich die letzte in Europa noch arbeitende
Zuckerrohrfabrik. Die Fabrik Ron Montero in Motril stellte in Zusammenarbeit mit
ihr den vor Ort bekannten Rum "Ron Palido" her. Mittlerweile arbeitet
die Rum-Fabrik mit importierter Melasse und der Besitzer der Zuckerrohrfabrik
hat auf Fischzucht umgesattelt und vor der Küste eine umstrittene
Fischzuchtfarm in Betrieb genommen.
Die Festung, welche sich auf der Spitze des Felsen findet, diente zur Zeit
der maurischen Herrschaft als Sommerresidenz des Granadischen Hofes. Nach der
Machtübernahme der christlichen Herrscher wurde die Festung als Gefängnis für
die im Zuge der Eroberung Granadas festgesetzten Mulas genutzt. Die Festung
verlor im Laufe der Zeit ihre strategische Bedeutung. Die heutigen restaurierten
Reste geben nur ein vages Bild der einstigen Anmut wider, einzig der Ausblick
über das flache Küstenumland begrenzt von den steil aufsteigenden Hängen der
Berge der Sierra Nevada rechtfertigt den Eintrittspreis.

Die Öffnungszeiten: Di - So 10.00 -14.00 und 16.30 -19.00 Uhr
und im Sommer
tgl. 09.45 -14.00 und 15.30 - 22.00 Uhr
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