Stierkampf

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©Dirk Oberschelp


Stierkampf
ein wirklich umstrittenes Thema mit dem sich jeder selbst auseinander setzen muss. Allerdings sollte man angesichts voller Fleischtheken (auch diese Tiere sind nicht freiwillig ins Schlachthaus gegangen) in unseren Regionen, die Tradition vieler Andalusier nicht ganz vergessen.

Viele ausländische Besucher sehen sich zumindest einmal während eines Spanienurlaubes einen Stierkampf an. Entscheidet man sich dazu sollte man sich jedoch einen wirklichen Stierkampf, eine echte Corrida ansehen.
Was in den Arenen der Touristenorten geboten wird, hat mit einer Corrida oft nur wenig zu tun. Man ist dort im Sommer fast nur unter Touristen, die genauso wenig vom Stierkampf verstehen wie man selbst. Dementsprechend kühl ist dann auch die Atmosphäre, denn die echten Aficionados halte sich aus verschiedenen Gründen fern. Der wichtigste ist wohl, daß die Stiere oftmals erst zwei Jahre alt sind, ein echte Kampfstier
hat mit seinen vier Jahren aber wesentlich mehr Kraft und Erfahrung. Bisweilen sind die Stiere auch in einem Alter, in dem sie eigentlich schon ihr Gnadenbrot beziehen würden. Die richtigen kampfstiere sind einfach zu teuer. Noch dazu werden die Hörner, die von Natur aus dolchspitz sind, abgefeilt oder gar vollständig gestutzt, damit die drittklassigen Torreros nicht aufgespießt werden können. Wenn man sich also einen Kampf ansehen möchte, dann doch lieber gleich in Sevilla oder Malaga.
Die billigen Plätze heißen "Sol", also Plätze in der Sonne.
Die Plätze im Schatten "Sombre" sind die teuersten, man kann jedoch auch den Platz " Sol y Sombre" wählen, dieser liegt erst in der Sonne und später im Schatten.