Stierkampf ein wirklich umstrittenes Thema mit dem sich jeder selbst
auseinander setzen muss. Allerdings sollte man angesichts voller Fleischtheken
(auch diese Tiere sind nicht freiwillig ins Schlachthaus gegangen) in unseren
Regionen, die Tradition vieler Andalusier nicht ganz vergessen.
Viele ausländische Besucher sehen sich zumindest einmal während eines
Spanienurlaubes einen Stierkampf an. Entscheidet man sich dazu sollte man sich
jedoch einen wirklichen Stierkampf, eine echte Corrida ansehen.
Was in den Arenen der Touristenorten geboten wird, hat mit einer Corrida oft nur
wenig zu tun. Man ist dort im Sommer fast nur unter Touristen, die genauso wenig
vom Stierkampf verstehen wie man selbst. Dementsprechend kühl ist dann auch die
Atmosphäre, denn die echten Aficionados halte sich aus
verschiedenen Gründen fern. Der wichtigste ist wohl, daß die Stiere oftmals
erst zwei Jahre alt sind, ein echte Kampfstier
hat mit seinen vier Jahren aber wesentlich mehr Kraft und Erfahrung. Bisweilen
sind die Stiere auch in einem Alter, in dem sie eigentlich schon ihr Gnadenbrot
beziehen würden. Die richtigen kampfstiere sind einfach zu teuer. Noch dazu
werden die Hörner, die von Natur aus dolchspitz sind, abgefeilt oder gar vollständig
gestutzt, damit die drittklassigen Torreros nicht aufgespießt
werden können. Wenn man sich also einen Kampf ansehen möchte, dann doch lieber
gleich in Sevilla oder Malaga.
Die billigen Plätze heißen "Sol", also Plätze in der Sonne.
Die Plätze im Schatten "Sombre" sind die teuersten, man
kann jedoch auch den Platz " Sol y Sombre" wählen,
dieser liegt erst in der Sonne und später im Schatten.