südspanische Provinz-Hauptstadt in Andalusien, 782 221 Einwohner; maurische Stadtanlage, Kathedrale (ehemalige Moschee), Granitbrücke; Markt für Olivenöl, Wein und Getreide; Nahrungsmittel- und
Metallindustrie, Fremdenverkehr. Córdoba war schon in phönizischer und römischer Zeit eine bedeutende Handelsstadt und im Mittelalter Zentrum des maurischen Spaniens (Kalifat von Córdoba); von der kulturellen Blüte der Maurenzeit zeugen noch heute etliche Baudenkmäler, u. a. Kathedrale (13. Jahrhundert) eingebaut in die im 8. Jahrhundert errichtete Hauptmoschee (die zweitgrößte des Islams); maurischer Palast (begonnen 778), in Resten
erhalten.
Wer die fast 800 Jahre dauernde Zeit der arabischen Herrschaft auf der
Iberischen Halbinsel verstehen möchte, sollte nach Córdoba fahren, die
einstige Residenz der Kalifen von al-Andalus.
Im Herzen der Stadt steht eine Moschee, umgeben von einer Mauer und von außen
wie eine Festung anmutend, mit einem Innenhof voller Orangenbäume und Brunnen für
die Reinigung der Muslime vor dem Gebet. Die Architektur des riesigen
Gebetssaals erinnert mit ihren über 800 Säulen an einen orientalischen
Palmenhain.
Die Mezquita von Córdoba ist ein authentisches Stück Morgenland im Abendland.
Mitten in diesem großartigen Ensemble sitzt allerdings seit dem 16. Jahrhundert
- wie eine Spinne im Netz - die Kathedrale der Stadt. Auch wenn die Händler von
heute keine Turbane tragen, verbreiten die unzähligen Souvenirgeschäfte rund
um die Mezquita Basaratmosphäre. Dahinter kann man sich im Gassengewirr des
einstigen jüdischen und des maurischen Viertels verlieren: Auch die weißgekalkten
Häuser mit üppig begrünten Innenhöfen, die jährlich Ende Mai herausgeputzt
und zur allgemeinen Besichtigung freigegeben werden, versetzen den Besucher in
eine andere Zeit ...
Die frühere Kalifenpalaststadt Medinat al-Zahra vor den Toren von Córdoba war
einst eine der prunkvollsten Herrscherresidenzen der Welt, in der die
Kalifenfamilie und etwa 20.000 Bedienstete lebten. Auf dem riesigen Ruinenfeld
arbeiten die Archäologen seit 1910 an der Rekonstruktion der Gebäude. Mit
einigem Erfolg, wie man sieht, denn der repräsentative Empfangssaal mit
orientalischer Dekoration ist fast schon wiedererstanden.
(von DuMont)
Die Mezquita (arabisch: مسجد,"Masjid",
bedeutet auf spanisch: Moschee) ist die heutige Kathedrale von Córdoba
(offizieller Name: Maria Empfängnis Kathedrale), die als Moschee zu den
Zeiten des maurischen Spaniens in mehreren Bauabschnitten durch die Emire und
Kalifen von Córdoba in hunderten von Säulen-Doppelbögen immer wieder
erweitert wurde. Sie ist mit ca. 23.000 m² die drittgrößte Moschee der
Menschheitsgeschichte und die größte Moschee auf europäischem Boden.
Alcázar de los Reyes Cristianos:
Eine im 14.Jahrhundert erbaute Festung der katholischen Könige.
Geöffnet :09.00-13.30 und 17.00-20.00.
Im Mai bis September sind die Gärten von 20-24 Uhr beleuchtet.
Montags geschlossen.
Museo Principale del Arte Taurino:
Stierkampfmuseum im alten jüdischem Viertel.
Geöffnet:09.30-13.30 und 16.00-19.00.
Montags geschlossen.
Restaurant El Caballo Rojo
Cardenal Herrero 28
Tel.: (957) 47 53 75
Geöffnet tgl.:13 -16.30 und 20 - 24 Uhr